In den letzten beiden Artikeln ging es darum, wie wir mit Gott sprechen können. Heute soll es viel mehr darum gehen, wie Gott zu uns redet. Wir wollen uns darauf konzentrieren, Gott zu zuhören. Demnach werden wir heute die Stimme Jesu kennen lernen.
Wende dich an mich und ich werde dir antworten! Ich werde dir große Dinge zeigen, von denen du nichts weißt und auch nichts wissen kannst. (Jeremia 33,3)
Nun wie redet Gott?
Gott kann ganz unterschiedlich zu Dir reden. Ich möchte Dir einige Beispiele anhand der Bibel geben. Nun gut, Gott kann durch Träume reden:
Noch während er nachdachte, erschien ihm im Traum ein Engel Gottes und sagte: "Josef, du Nachkomme Davids, zögere nicht, Maria zu heiraten! Denn das Kind, das sie erwartet, ist vom Heiligen Geist. Sie wird einen Sohn bekommen, den sollst du Jesus nennen. Denn er wird die Menschen seines Volkes von ihren Sünden befreien. (Matthäus 1,20-21)
Im Traum befahl ihnen Gott, nicht mehr zu Herodes zurückzugehen. Deshalb wählten sie für ihre Heimreise einen anderen Weg. (Matthäus 2, 12)
Gott kann auch durch Engel reden:
Da erschien ihm der Engel des Herrn und sagte: "Der Herr steht dir bei, du starker Kämpfer! (Richter 6, 12)
Doch der Engel sagte zu ihm: "Fürchte dich nicht, Zacharias! Gott hat dein Gebet erhört. (Lukas 1, 13)
Gott kann durch Visionen reden:
Gleichzeitig hörte ich, wie eine Stimme vom Ulai-Kanal ihm zurief: "Gabriel, erkläre du ihm die Vision!" Der Engel trat ganz nahe an mich heran. Ich erschrak und fiel vor ihm zu Boden. Er aber sagte zu mir: "Du Mensch, hör genau zu: Dir wurde vor Augen geführt, was die kommenden Generationen erleben werden." [...] Hör zu, Daniel! Alles, was du über die 2300 Tage erfahren hast, wird eintreffen. Behalte die Vision genau im Gedächtnis! Denn es dauert noch lange, bis sie sich ganz erfüllt hat." (Daniel 8, 16 - 26)
Gott kann laut reden:
Am Abend, als ein frischer Wind aufkam, hörten sie, wie Gott, der Herr, im Garten umherging. Ängstlich versteckten sie sich vor ihm hinter den Bäumen. Aber Gott rief: "Adam, wo bist du?" Adam antwortete: "Ich hörte dich im Garten und hatte Angst, weil ich nackt bin. Darum habe ich mich versteckt." "Wer hat dir gesagt, dass du nackt bist?", fragte Gott. "Hast du etwa von den verbotenen Früchten gegessen?" "Ja", gestand Adam, "aber die Frau, die du mir gegeben hast, reichte mir eine Frucht - deswegen habe ich davon gegessen!" "Warum hast du das getan?", wandte der Herr sich an die Frau. "Die Schlange hat mich dazu verführt!", verteidigte sie sich. Da sagte Gott, der Herr, zur Schlange: "Das ist deine Strafe: Verflucht sollst du sein - verstoßen von allen anderen Tieren! Du wirst auf dem Bauch kriechen und Staub schlucken, solange du lebst! Von nun an werden du und die Frau Feinde sein, auch zwischen deinem und ihrem Nachwuchs soll Feindschaft herrschen. Er wird dir den Kopf zertreten, und du wirst ihn in die Ferse beißen!" Dann wandte Gott sich zur Frau: "Du wirst viel Mühe haben in der Schwangerschaft. Unter Schmerzen wirst du deine Kinder zur Welt bringen. Du wirst dich nach deinem Mann sehnen, aber er wird dein Herr sein!" Zu Adam sagte er: "Deiner Frau zuliebe hast du mein Verbot missachtet. Deshalb soll der Ackerboden verflucht sein! Dein ganzes Leben lang wirst du dich abmühen, um dich von seinem Ertrag zu ernähren. Du bist auf ihn angewiesen, um etwas zu essen zu haben, aber er wird immer wieder mit Dornen und Disteln übersät sein. Du wirst dir dein Brot mit Schweiß verdienen müssen, bis du stirbst. Dann wirst du zum Erdboden zurückkehren, von dem ich dich genommen habe. Denn du bist Staub von der Erde, und zu Staub musst du wieder werden!" (1. Mose 3, 8-19)
Gott redet durch Propheten:
Da gingen der Priester Hilkija, Ahikam, Achbor, Schafan und Asaja zu der Prophetin Hulda, um mit ihr zu sprechen. Ihr Mann Schallum, ein Sohn Tikwas und Enkel Harhas, verwaltete die Kleiderkammer. Sie wohnte im neuen Stadtteil von Jerusalem. Hulda gab der Gesandtschaft eine Botschaft des Herrn für König Josia. Sie sagte: "So spricht der Herr, der Gott Israels: 'Alles, was in dem Buch steht, das der König von Juda gelesen hat, wird eintreffen! Das dort angedrohte Unheil will ich über die Stadt und ihre Einwohner hereinbrechen lassen. [...] (2. Könige 22, 14-20)
Das waren nur einige Beispiele, natürlich gibt es noch viel mehr Wege (durch Umstände, Menschen, Natur, Musik...), wie Gott zu uns sprechen kann.
Wir müssen nur lernen, Gottes Stimme herauszuhören. Irgendwer sagte mal zu mir: "Wie willst du Gott hören, wenn du Kopfhörer auf hast?" Das fand ich ein ziemlich cooles Beispiel dafür, dass wir oft einfach viel zu beschäftigt sind, mit ganz vielen Sachen und einfach gar keine Zeit haben, Gott zu hören. Also Kopfhörer mal abnehmen und die Musik Gottes hören.
Das wichtigste ist, dass du es einfach mal ausprobierst. Denn wenn man Gott noch nicht reden gehört hat, kommt es einem ziemlich seltsam vor.
Wie du anfängst? Probier es mal so:
- Suche Dir ein stilles Plätzchen
- Sage Gott, was dich gerade beschäftigt
- Was erwartest du von Gott?
- Habe Stift und Papier dabei, kann immer mal sein, dass dir was einfällt, was du aufschreiben möchtest.
- Hab Geduld! Nicht immer antwortet Gott sofort...
Hat Gott schon einmal zu dir geredet? Wenn ja wie? Welche Möglichkeiten fallen Dir noch ein? Hast du noch etwas zu ergänzen?
Einen gesegneten Tag noch,
die Gina – Bloggerin, Internetmissionar auf Spendenbasis und vor allem Christ.
Textidee: Stille vor Gott: Lebendige Stille - Gott kreativ begegnen
Bild: Rainer Sturm / pixelio.de
Ich schreibe für eine Initiative von In-Meiner-Strasse e.V.. Wenn Du meine Arbeit unterstützen möchtest, findest Du auf diesem Link alle Infos.
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"Zufälle".... ich finde Gott redet oft auch durch dass, was wir als Zufall betrachten. Also mehr so indirekt.
Also mit mir redet Gott voll oft durch meine eigenen Gedanken. ich grüble über irgendetwas nach und plötzlich ist da eine Idee in meinem Kopf, von der ich denke: "Hey, das kam jetzt irgendwie grad n icht von mir!" Oder ich bitte Gott um Hilfe und Er schenkt mir kurz darauf ein Gespräch oder eine Andacht, was mir mit meinen Problemen total weiterhilft. Was auch oft passiert, ist, dass in meiner Bibellese Dinge besprochen werden, die mich auch sonst gerade beschäftigen.
Es gibt auf jeden Fall unglaublich viele Möglichkeiten Gottes, mit uns zu kommunizieren. Aber ich finde, es ist manchmal schwierig, zu erkennen, wann Gott eingegriffen hat, weil oft einfach der Gedanke "Das war doch nur Zufall!" auftaucht.
Sowas finde ich auch immer stark! Danke für dein Kommentar.
Gott redet auch:
- direkt, akustisch zu Menschen (allerdings selten)
- durch die Schöpfung
- durch eine innere Stimme (Eindruck)
- durch Umstände, die zusammenwirken ("Zufall" - etwas, was uns von Gott zufällt)
- durch Schweigen (keine Antwort ist oft auch eine Antwort)
- durch Gegenstände, die anfangen zu uns zu reden
- durch Israel (Historie, Landschaft= 5. Evangelium)
- durch Heilungen und Wunder
- durch schwere Zeiten
- und sicher noch vielem mehr...
Liebe Grüsse und danke für das Thema.
Andy