Das eine aber wissen wir: Wer Gott liebt, dem dient alles, was geschieht, zum Guten. Dies gilt für alle, die Gott nach einem Plan und Willen zum neuen Leben erwählt hat.
Römer 8,28

Hannahs Zeugnis

Zugegeben, ich war enttäuscht. Dabei war ich doch während der Weihnachtszeit fast noch im Nachbarland. Und doch schien es, als wäre diese wunderbare, geheimnisvolle Atmosphäre des Dezembers nie nach Italien gelangt. Hier gab es weder Adventskranz noch Lieder, keine Plätzchen und keinen Tannenduft. Nur hier und da blinkte ein Sternchen an den Häusern. Ja, okay, an einem Wochenende gab es sogar einen Weihnachtsmarkt in dem kleinen Bergdorf, in dem ich für ein halbes Jahr wohnte. Dieser beschränkte sich allerdings auf gerade mal zehn winzige Stände und gebrannte Mandeln oder Punsch suchte man vergeblich. Na toll, wie bitte sollte ich so in „Weihnachtsstimmung“ kommen? Dazu kam, dass ich für meinen Kurzeinsatz mit der DMG erst seit wenigen Tagen in Italien war und ich mich in dieser Anfangszeit erst einmal ganz neu orientieren und einleben musste und dabei ab und zu die ein oder andere Heimwehträne verdrücken musste.

Und genau in dieser Zeit, die so wenig meinen bisherigen Vorstellungen von „Adventszeit“ entsprach, wurde mir etwas klar. Jesus wurde vor 2000 Jahren nicht in eine Welt, die nach Zimtsternen und Tee duftete hineingeboren. Nein, er war ein Fremder in einer so harten und lieblosen Welt. Viel mehr als ich mit meiner fremden, unbekannten Umgebung vertraut werden musste, war das, was das hilflose Baby umgab, ein Umfeld, wie er es im Himmel gehabt hätte. Wieso nur, könnte man jetzt fragen, lässt ein guter Vater im Himmel solche Umstände zu? Dass eine hochschwangere Frau ihr Kind auf Heu und Stroh zur Welt bringen und später auch noch fliehen muss. Dass der Sohn Gottes mit Ablehnung und Hass bis hin zum Tod konfrontiert wird. Weil genau DAS sein Plan war. Jesus kam nicht, um eine oberflächlich heile Welt zu bringen, wie wir sie aus der Weihnachtszeit kennen. Nein, er kam, um uns Versöhnung, wahres Leben und tiefen Frieden zu schenken. Und das in einer so kaputten Welt. Was für ein Grund zur Freude!

Hannah Appenzeller war von Dezember 2015 bis Juni 2016 für 7 Monate mit der DMG in Italien. Mehr Infos zu DMG Kurzeinsätzen im Ausland gibt es hier: https://www.dmgint.de/einsaetze/kurzeinsaetze.html

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