Das eine aber wissen wir: Wer Gott liebt, dem dient alles, was geschieht, zum Guten. Dies gilt für alle, die Gott nach einem Plan und Willen zum neuen Leben erwählt hat.
Römer 8,28

16 Tage. Tage voller Angst. Tage voller Sorgen. Tage voller Verzweiflung. Tage der Herausforderungen. Ein Kampf den Gott gewonnen hat. Ich weiß nicht wie deine Situation zurzeit aussehen mag. Aber ich möchte dich heute mit meiner Story ermutigen und stärken. Du bist nicht alleine in deinem Kampf gegen die Angst und die Sorgen.

Vor 16 Tagen

Eigentlich war vor 16 Tagen noch alles okay und ich war noch vollkommen entspannt. Ich wusste nicht, welche Welle da auf mich zugebraust kommt. Doch mit jedem Tag mehr wuchs die Anspannung, die Angst und die Sorgen. Um was genau es geht, möchte ich privat halten. Es ist auch nicht wichtig zu wissen, um was genau es geht. Es geht viel mehr um den Kampf und den Sturm, der wütet, wenn uns die Angst packt.

Schätzungsweise ab dem fünften Tag wurde es richtig anstrengend. Ich machte mir jeden Tag soviele Gedanken, was sein könnte und was der nächste Schritt wäre. Ich suchte nach einer Lösung. Jeden Tag hatte ich schlechte Laune, keine Lust irgendwas zu machen und wollte mich nur noch zu Hause einsperren. Ich wollte keinen mehr sehen. Jeden Tag blockierte die Angst und meine Sorgen mich. Immerzu musste ich mich mitteilen und habe bei meinem Mann das Gespräch gesucht, weil ich mich mit meiner Angst allein gefühlt habe.

In dieser Zeit habe ich so viel gebetet, wie wohl schon lange nicht mehr. Doch gefühlt blieb auch Gott still, denn es passierte Tagein und Tagaus einfach nichts. Ich fühlte mich von Gott im Stich gelassen. Verlassen und Ungeliebt. Oft hatte ich einfach das Gefühl, dass er mich nicht hört. Zeitweilig kamen mir die Tränen – bestimmt einmal am Tag.

Während dieser Zeit habe ich Nachrichten bekommen, sowohl privat über Whatsapp als auch von euch Lesern über Insta. In den meisten Nachrichten ging es darum, dass ich keine Angst haben brauche, denn Gott ist da. (Anmerkung: Mir ist nicht bekannt, dass diese Menschen gewusst hätten, was mich gerade beschäftigt.) Er kümmert sich. Theoretisch vollkommen richtig. Aber in diesem Zeitpunkt habe ich die Nachrichten null gefühlt. Jetzt im Nachhinein denk ich mir auch nur so: „Das waren eindeutige Nachrichten von Gott!“. Aber ich war blind vor Angst. Ich konnte das nicht erkennen.

Gestern

Entmutigt, deprimiert und ohne Hoffnung, dass dieser Tag anders werden könnte, als die Tage zuvor, begann ich meinen Tag. Ich habe mir die Tage nie etwas vorgenommen, geschweige denn das Leben genossen. Oli (Mein Mann) fragte mich jeden Tag: „Was machst du heute?„. Ich sagte: „Warten„. Ich wollte warten, dass meine Angst und meine Sorgen verschwinden, weil mir nichts Besseres einfiel. Am 4. Oktober hatte Oli auch Urlaub, also ein langes Wochenende. Doch mit mir war einfach nichts anzufangen.

Nach dem Frühstück ging ich ins Bad und glättete meine Haare. Nebenbei machte ich mir wahllos ein Podcast von Joyce Meyer an. Das ist sehr untypisch für mich, muss ich sagen. Podcasts höre ich eigentlich so gut wie nie, aber irgendwie hatte ich einfach keine Lust auf Musik. Also machte ich einfach irgendeine Predigt an und hörte währenddessen zu. Wer ein bisschen über Gottes Humor lachen will, darf es jetzt tun: Es ging in dem Podcast um Sorgen und Ängste.

Wie ich lernte meine Angst, bei Gott abzugeben

Diese Predigt habe ich so gefühlt. Du kannst dir das gar nicht vorstellen, aber es fühlte sich an, als hätte sie nur für mich gepredigt. Alles was sie sagte, passte und traf zu. Sie beantworte mir meine Fragen, die ich in den 16 Tagen immer und immer wieder gestellt hatte. Wenn du gerade in einer ähnlichen Situation steckst und solche Struggle hast, dann möchte ich dir diesen Podcast sehr gerne weiterempfehlen:

Josua sagte dem Volk Israel in 4. Mose 14, 9:

Aber lehnt euch nicht gegen den Herrn auf und habt keine Angst vor den Bewohnern des Landes. Sie werden eine leichte Beute für uns sein! Sie haben keinen Schutz, aber mit uns ist der Herr! Habt also keine Angst vor ihnen!

Auch für uns gilt, dass wir keine Angst zu haben brauchen. Jesus ist bei dir! Egal, ob du mit folgenden Ängsten konfrontiert wirst:

  • Gesundheitlichen Problemen
  • verspottet, verfolgt oder Lügen verbreitet werden
  • du auf der Arbeit Probleme oder Herausforderungen bewältigen musst

Gott kämpft für dich und neben dir! Wenn du Angst oder Sorgen hast, sagt dir jeder: „Mach dir keine Sorgen!„, „Mach dir nicht so viele Gedanken!“ , „Denke Positiv!„. Aber keiner sagt dir, wie das geht. Diese Phrasen helfen dir kein Stück weiter, wenn du Angst hast und dein Kopf voller negativen Gedanken ist. Was ich mich ständig gefragt habe: „Wie stellst du negative Gedanken ab? Wie soll man von jetzt auf gleich positiv denken? Wie kann man beeinflussen, ob man sich Sorgen macht oder nicht?„.

Ich meine, Gedanken sind halt da, die kann ich doch nicht steuern, oder? Gott sagt, wir sollen auf ihn vertrauen. Wenn du Gott vertraust, bekommst du einen innerlichen Frieden. Bedeutet, wenn du dich sorgst oder Angst hast, dann vertraust du nicht wirklich auf Gott.

Habt keine Angst. Ihr vertraut auf Gott, nun vertraut auch auf mich! (Johannes 14, 1)

Gott zu Vertrauen ist eine Entscheidung, kein Gefühl! Wenn du dich also sorgst und verzweifelt bist, dann frage dich, worüber du gerade nachgedacht hast. Wenn du über etwas negatives nachdenkst, ist es logisch, dass du dich blöd fühlst. Ändere deine Gedanken, indem du über etwas Positives nachdenkst. Ich habe gestern Abend darüber nachgedacht, in welchen Situationen ich mich schon einmal schlecht gefühlt habe und wie Gott mich daraus geholt hat. Denke an Situationen, in denen Gott dir Gutes getan hat. Wenn du über etwas Positves nachdenkst, wird deine Stimmung gleich viel besser.

Vor allem aber behüte dein Herz, denn dein Herz beeinflusst dein ganzes Leben. (Sprüche 23, 4)

Ich habe mich jetzt 16 Tage lange gesorgt, hatte sehr viel Angst und habe viel geweint. Zusätzlich habe ich meinen Mann mit meinen ganzen Problemen belastet und somit sicherlich auch in ihm Stress erzeugt. Was hat uns das alles gebracht? Nichts! Nur schlechte Laune! Es liegt an Dir, ob du dir Sorgen machen oder Gott vertrauen willst!

Wenn du etwas praktisches tun willst, dann suche dir Bibelverse raus, in denen Gott dir versichert, dass er bei dir ist und du keine Angst haben musst. Du kannst sie auswendig lernen oder notiere dir eingie auf kleine Haftnotizzettel und klebe sie dir dort hin, wo du oft dran vorbei läufst.

Bring deine Sorgen vor den Herrn, er wird dir helfen. Er wird nicht zulassen, dass der Gottesfürchtige stürzt und fällt. (Psalm 55, 23)

Sorgen sind mega anstrengend. Glaube mir. Ich war jeden Tag total fertig. Sorgen rauben uns unsere Freude und unsere Energie. Ein Zitat was ich mega gut finde und so wahr ist, möchte ich dir noch mitgeben:

Von allen Sorgen, die ich mir machte, sind die meisten nicht eingetroffen. (Sven Hedin)

Für alle, die jetzt zum Schluss nochmal über Gottes Humor lachen wollen: Während ich diesen Artikel schrieb, habe ich mir random eine Spotify Playlist angemacht. Irgendwann wurde „Praise you in this Storm“ von Casting Crowns abgespielt. Wer das Lied nicht kennt, sollte sich das unbedingt mal anhören.

In dem Moment schossen mir wieder die Tränen ins Gesicht. Aber nicht, weil ich ängstlich war, sondern weil ich so mega geflasht war. Der Song passt sehr gut zu diesem Artikel und meiner ganzen Situation. Heute fühle ich mich gut, der Grund meiner Sorgen ist verschwunden und ich bin Gott einfach nur mega dankbar, dass er die ganze Zeit bei mir war, auch wenn ich es vielleicht nicht so bemerkt habe.

Hier mal ein Auszug vom Refrain auf Deutsch für dich:

Und ich will dich in diesem Sturm preisen
Und ich erhebe meine Hände
Für dich, der den du bist
Egal wo ich bin
Und jede Träne die ich geweint habe
Hast du in deiner Hand gehalten
Du verlässt nie meine Seite
Und obwohl mein Herz zerrissen ist
Will ich dich in diesem Sturm preisen

Ich hoffe, dass ich dich mit meinem Erlebnis und meiner Erfahrung, die ich die letzten Tage gemacht habe, ermutigen konnte. Bleib stark!
Lass mir gern Feedback da. Wenn du reden willst, kannst du dich auch gern übers Kontaktformular oder über die sozialen Netzwerke bei mir melden. Wenn du mir nichts erzählen willst, ist das auch vollkommen okay. Du kannst dich auch gerne einfach kurz melden, dass du Gebet brauchst und dann werde ich für dich beten.


Über Gina

Ich bin die Gina. Ich arbeite Vollzeit für Meeting Jesus. Ich habe dieses Projekt gestartet, um die Botschaft in die Welt zu tragen und freue mich über jeden, der hier liest und vielleicht sogar kommentiert. Ich möchte vielen Menschen von Gott erzählen, denn letztendlich ist es das, was zählt: der Glaube an Gott :)
Alle Beiträge von Gina

Kommentare zu: Eindeutige Nachrichten von Gott!

Ruben sagt:

Man braucht eine positive innere Grundeinstellung dem richtigen Blickwinkel. So gut wie alles(außer übernatürliches) läuft über die Gedanken, die Gedanken sind die stärkste Macht im Leben(nach Gott selbstverständlich)

Nicole sagt:

Vielen Dank!
Ich liege gerade im Krankenhaus. Keiner weiß genau, was ich habe. Das verunsichert mich. Genau heute lese ich Deinen Blog. Es gibt keine Zufälle. Ich muss keine Angst haben und mir auch keine Sorgen machen. Danke für die Erinnerung. Übrigens “ Praise you in the storm“ ist mein „Sorgen-und-Ängste-aushalte-Lied“ seit vielen, vielen Jahren. Ich hab es gehört und gesungen..im CT, beim MRT, bei Untersuchungen mit unklarem Ausgang. Gott war immer da ❤

Gina sagt:

Hey Nicole,
das tut mir sehr leid für dich. Krankenhauszeit ist nie eine schöne Zeit. Fühle mit dir. <3
Ich hoffe, dass die Ärzte bald herausfinden, was nicht stimmt und es behandeln können, damit es dir ganz schnell wieder besser geht. Ich freu mich, dass ich dir durch meinen Artikel ein bisschen Kraft und Ruhe schenken konnte. Hast du die Möglichkeit Musik dort zu hören? Wenn ja, kannst du das Lied ja in Dauerschleife hören =) Musik macht soviel aus. Wenn ich Musik höre, geht es mir meistens gleich viel besser. Halte durch. Ich bete gern für dich <3

Natascha sagt:

Wow, erst Gestern Abend bin ich auf deine Seite gestossen, und heute habe ich mal etwas gestöbert. Seit gefühlt Wochen habe ich ein Gedankenkarusell im Kopf und versuche immer wieder Jesus zu bitten. Ich suche nach Gott und habe mich manchmal gefragt wo bleibt er. Doch dann genau jetzt, darf ich deinen Blogpost lesen und woow ich bin so durch, er ist immer da und verlässt uns nie. Ich fühle gerade so viel Liebe. Er wusste ich brauche hilfe und muss sehen dass ich nicht alleine bin und dann darf ich deinen Text lesen. Danke . Gott ist einfach immer bei uns und gibt so unendlich viel Liebe ! Liebste Grüsse aus der Schweiz <3

Gina sagt:

Hey Natascha,
wow, deine Worte sind so schön zu lesen. So ermutigend und so ein tolles Zeugnis. Ich finde es immer wieder aufs neue spannend, wie Gott mich dazu gebraucht, solche Artikel zu schreiben, die anderen, in dem Fall dir ganz persönlich, helfen, Gott wieder zu finden. Und dabei Frage ich mich so oft, ob überhaupt jemand die Texte liest, die ich schreibe
So cool zu sehen, welche Wege Gott mit jedem einzelnen von uns geht. Danke für dein schönes Feedback. Ganz viel Liebe sende ich dir und liebe Grüße zurück in die wunderschöne Schweiz ❤

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