Das eine aber wissen wir: Wer Gott liebt, dem dient alles, was geschieht, zum Guten. Dies gilt für alle, die Gott nach einem Plan und Willen zum neuen Leben erwählt hat.
Römer 8,28

Heute habe ich in meiner Stillen Zeit in Apostelgeschichte 3 gelesen. Es ist für mich immer wieder überraschend, wie klar Gott doch zu einem reden kann. Auch wenn ich das in der Theorie eigentlich weiß, bin ich immer wieder erstaunt darüber.

In meinem letzten Blogartikel habe ich erst noch geschrieben, wie es mir gerade geht und dass ich mich echt schwer tue, die Theorie in die Praxis umzusetzen. Gott zu vertrauen in all deinen Problemen und mit all deinen Sorgen, lässt sich dann doch oft einfacher daher plappern, als es wirklich aktiv tun zu können.

Beten ist schon lange ein Thema bei dem ich mich schwer tue. Die aufmerksamen Leser unter euch, werden das bereits festgestellt bzw. verfolgt haben. Die letzten Tage habe ich mich bewusst nach dem Aufstehen hingesetzt und versucht mich zu überwinden zu beten.

Mir fiel es jetzt deutlich einfach als sonst. Warum, kann ich nicht genau sagen und ob das auf Dauer so sein wird, weiß ich auch nicht. Aber ich habe es gemacht. Vielleicht fiel es mir auch deutlich einfacher, weil ich in meiner Trauer und meinen Schmerzen keinen Ausweg mehr sah. Zwei Wochen in einer Phase mit Schmerzen und Traurigkeit können ganz schön anstrengend und kräftezehrend sein.

Ich weiß nicht, ob du das kennst oder nachvollziehen kannst, aber oft fühle ich mich beim Beten so, als würde ich nur sinnlos die Decke anquatschen und als würde nichts bei Gott ankommen. Es ist einfach immer wieder komisch und wirklich wohl fühle ich mich dabei auch nicht. Aber manchmal habe ich dennoch den Drang dazu, es zu tun. Der Drang überwiegt dann dem Gefühl, dass es komisch ist.

So kam es, dass ich Gott bat mir meine Schmerzen und meine Trauer zu nehmen.

Nun was hat das alles mit meiner Stillen Zeit zu tun? In Apostelgeschichte 3:1-10 lesen wir folgende Geschichte:

Eines Nachmittags gegen drei Uhr gingen Petrus und Johannes in den Tempel, um am Gebet teilzunehmen. Als sie hinkamen, wurde gerade ein Mann herbeigetragen, der von Geburt an gelähmt war. Wie an jedem Tag wurde er an den Eingang des Tempels gebracht, der allgemein die »Schöne Pforte« hieß, damit er dort bei den Leuten betteln konnte, die zum Tempelbezirk kamen. Als er Petrus und Johannes sah, die gerade den Tempel betreten wollten, bat er auch sie um etwas Geld. Petrus und Johannes blickten ihn aufmerksam an, und Petrus sagte: »Sieh uns an!« Der gelähmte Mann blickte erwartungsvoll auf, weil er glaubte, dass er etwas bekäme. Doch Petrus sagte: »Ich habe kein Geld für dich. Aber was ich habe, gebe ich dir. Im Namen von Jesus Christus von Nazareth: Steh auf und geh!« Dann nahm er den Gelähmten an der rechten Hand und half ihm auf. Als er das tat, wurden die Füße und Knöchel des Mannes geheilt und erhielten ihre Kraft zurück. Er sprang auf, konnte auf seinen Füßen stehen und fing an umherzugehen! Dann trat er – gehend, hüpfend und Gott lobend – mit ihnen in den Tempel. Die Leute sahen ihn gehen und hörten, wie er Gott lobte. Als sie erkannten, dass es der gelähmte Bettler war, den sie so oft an der »Schönen Pforte« gesehen hatten, waren sie starr vor Staunen! (Apostelgeschichte 3:1-10)

Ein Mann der gelähmt war, bat Petrus und Johannes um etwas Geld. Aber sie können ihm kein Geld geben, stattdessen geben sie ihm etwas, dass so viel Besser ist, als Geld: Seine Heilung. Der Gelähmte kann plötzlich wieder gehen. Was für ein Wunder. Zurecht staunten die Menschen um ihn herum.

Wir ticken oft ähnlich, wie der gelähmte Mann. Wir bitten Gott oft darum, unsere Probleme und Sorgen von uns zu nehmen oder unsere Schmerzen zu heilen. Dabei sind wir so auf unser Problem fokussiert, dass wir gar nicht über den Tellerrand schauen können.

Aber Gott kann das und macht das auch. Er sieht das große Ganze. Manchmal fühlt es sich für uns so an, als würde er unsere Gebete nicht erhören, dabei hat er vielleicht etwas viel Größeres im Sinn, als das was wir von ihm erbitten.

Wenn eine Sorge zu gering ist, sie in ein Gebet zu verwandeln, dann ist sie auch zu gering, sie zu einer Last zu machen. (Autor unbekannt)

Gib Gott weiterhin deine Probleme und deine Sorgen in einem Gebet ab, aber habe nicht grundsätzlich die Erwartung, dass du am nächsten Tag keine Sorgen mehr hast. Manchmal brauchst du die Sorgen, damit Gott besser seinen Plan, den er mit dir hat, umsetzen kann. Man denkt schnell, dass Gott dem gelähmten Mann auch sofort geheilt hat, aber dem ist nicht so. Tatsächlich war der Mann ganze 40 Jahre gelähmt! (das kannst du in Apostelgeschichte 4:20 nachlesen) Wahnsinn, oder?

40 Jahre und erst jetzt hat Gott ihn geheilt. Warum jetzt der beste Zeitpunkt dazu war, weiß nur Gott. Meine zwei Wochen Schmerzen sind im Grunde genommen, verglichen mit dem gelähmten Mann, also nichts. Keine Ahnung, wie lange ich mich noch so schlecht fühlen muss. Aber Gott wird es wissen, was er mit mir und durch mich tun will.

Auch wenn es mir schlecht geht, bin ich happy, dass ich das heute von Gott lernen durfte.

Gottes Segen,
deine Gina


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Über Gina

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