Das eine aber wissen wir: Wer Gott liebt, dem dient alles, was geschieht, zum Guten. Dies gilt für alle, die Gott nach einem Plan und Willen zum neuen Leben erwählt hat.
Römer 8,28
Reicht es, sich zu bekehren und dann ist man 'fertig'?
Oliver Lippert am 17. Februar 2012 / Erlebt / Schlagworte: , , , , , , , , , , , ,

Ich bin Christ, jetzt bin ich fertig!

Es ist doch so: Jemand wächst christlich oder nicht-christlich auf und bekehrt sich dann irgendwann. Also zumindest ist es bei allen so, die jetzt Christ sind.

Doch ist das alles? Ich meine: Reicht es, sich zu bekehren und dann ist man „fertig“?

Ich habe mir noch nie so wirklich Gedanken darüber gemacht, dass man als Christ fertig oder unfertig ist. Bekehren ist doch das relevante oder?

Ja: Bekehren ist wichtig. Doch ich denke, danach einfach abzuschalten und zu sagen: „Jetzt bin ich errettet, jetzt brauche ich nichts mehr“… ist nicht richtig.

An meiner Frau Gina, sie arbeitet beruflich an MeetingJesus.de, erfahre ich immer wieder, was es bedeutet, sich mit der Bibel oder christlichen Themen allgemein auseinanderzusetzen. Ich kenne meine Frau jetzt schon seid Ende 2005 etwa, seid 2008 sind wir ein Paar, seid 2009 Verlobt und seid 2011 endlich verheiratet :)

Es ist interessant was aus uns so geworden ist, aber das passt hier nicht rein. Worauf ich hinaus will ist, dass sie sich in einer Hinsicht sehr stark verändert und auch verändert hat: In ihrem Glaubensleben. Ich habe noch nie jemanden so schnell wachsen sehen.

Doch warum sehe ich, dass meine Frau im Glauben wächst / wie fällt mir das auf und was hat das hier in diesem Artikel verloren? Nun es ist so: Meine Frau arbeitet an einer christlichen Plattform / einem christlichen Blog. Zu der Arbeit, die unter anderen der eines Redakteuers gleicht oder ähnelt, gehört viel Lesen und Studieren. Und zwar die Bibel und christliche Texte.

Ich habe mitbekommen wie meine Frau seelsorgerliche Gespräche führt, daran war vor zwei oder drei Jahren noch gar nicht zu denken. Ich habe sie quasi neu kennen gelernt.

Viele Menschen denken, wenn sie Christen sind, sind sie fertig. Doch das ist nicht so. Genau wie ein Schüler, der auch nicht fertig ist, wenn er in die Schule geht, ist ein Christ nicht fertig, wenn er überzeugt in die Kirche geht.

Wer sich für Gott entscheidet, entscheidet sich dafür, auch die Thematik zu lernen. Ich erwarte jetzt nicht, dass jeder, der dies hier liest, seinen Job schmeißt, und die Bibel auswendig lernt! Aber ich möchte folgendes Denken ins Rollen bringen: Ruh dich nicht auf deinem Bisherigen wissen aus. Bleib in der Kirche oder im Jugendkreis / der Teenystunde interessiert. Hör zu. Lerne!

Lerne für Dich. Irgendwann wird dich jemand etwas fragen. Vielleicht braucht er genau dann eine wichtige Information und wenn du sie liefern kannst, kann daraus eine gute Freundschaft -auch im Glauben- entstehen.

Wenn Du viel über Gott ließt, über den Glauben, dann wirst du automatisch dazulernen. Du musst dich natürlich mit dem Thema beschäftigen.

Gruß Oli


Über Oliver Lippert

Oli - jung und spontan - IT-Freak - hat ein eigenes Gewerbe im Bereich Webentwicklung, -hosting und -management - hilft bei Meeting Jesus - verheiratet. Schreib ihm ruhig.
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Kommentare zu: Ich bin Christ, jetzt bin ich fertig!

Pedi sagt:

Hey lieber Oli,

das is ein SUPER Blog! Echt klasse! Vielen DANK dafür!!! Was du oben schreibst oder beschreibst, kann ich nur bestätigen. Ich beschäftige mich genau genommen so seit 2 Jahren, bald 3 Jahren, intensiver mit Gott und seinem Wort. Ich habe schon immer an Gott geglaubt, aber einfach nur geglaubt, sonst war da nicht mehr. Aber bestimmte Umstände in meinem Leben haben mich noch intensiver zu Gott geführt. Ich kann nun sagen, daß ich Gott wirklich echt gut kennengelernt habe und bin auch riesig froh darüber. Jeden Tag befasse ich mich mit seinem Wort, was ich vorher nicht getan habe. Aber ich möchte sein Wort auch nicht mehr missen …. ich brauche es …. jeden Tag! Und wie du oben schon beschrieben hast, man wächst jeden Tag immer ein Stück mehr, was das eigene Glaubensleben betrifft. Man erfährt so viel neue Dinge über Gott und seine Botschaft und das macht einfach Lust auf mehr. Viele Menschen, die noch nicht so in dieser Sache und mit dem Wort Gottes verwurzelt sind, können das meistens nicht verstehen. Aber mir geht es auch so … jeden Tag erfahre ich neue Dinge, an denen ich in meinem Glaubensleben nur wachsen kann. Ich habe auch mittlerweile mit manchen Menschen sowas wie seelsorgerliche Gespräche, die auch auf meinen Glauben mit gründen. Jeden Tag darf ich Gottes Nähe spüren und das ist einfach wunderbar und man möchte dies alles gar nicht mehr missen wollen!!! Wir wachsen jeden Tag auf´s Neue und das Wachsen wird auch nicht aufhören … es wird immer weitergehen und gerade das ist das Schöne!

Lieber Oli, DANKE nochmal für deinen Blog! Deine Frau Gina macht echt `ne tolle Arbeit hier. Solche Menschen braucht unsere Welt … Botschafter Gottes!

Ich DANKE euch!

Viele liebe Grüße,

Pedi :-)

Hallo Pedi,
wie Du weißt, aber sicherlich einige nicht, was ich im Krankenhaus während ich diesen Artikel schrieb, daher hat auch diese Antwort so lange auf sich warten lassen.

Danke für das Feedback, danke für die Ausführung, die eben dass wiederspiegelt was ich gemeint habe :)

Schön zu sehen, dass ich nicht der einzige bin.

d@gobertr sagt:

Wenn ich Christ bin. Wozu? Hätte man auch fragen können. Denn dieses Bewusstsein geht einem gerne verloren, wenn man nicht Christ mit Christus ist. esgrüßt.d@gobertr

Hey Dagobert,
verstehe ich das richtig: Du meinst man sollte sich immer wieder bewusst werden, warum man Christ ist, also immer wieder sich selbst fragen „Warum bin ich eigentlich Christ?“ um zu merken dass man lernt?

d@gobertr sagt:

Nein!
Man sollte von Christus her Christ sein. Dann braucht man nicht um eine Identität kämpfen, wie ein Schattenboxer. Denn was ich bin, das Bestimmt auch meine Art der Umsetzung meiner Liebe zu IHM! esgrüßt.d@gobertr

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