Das eine aber wissen wir: Wer Gott liebt, dem dient alles, was geschieht, zum Guten. Dies gilt für alle, die Gott nach einem Plan und Willen zum neuen Leben erwählt hat.
Römer 8,28

Verlass dich auf den Herrn von ganzem Herzen, und verlass dich nicht auf deinen Verstand, sondern gedenke an ihn in allen deinen Wegen, so wird er dich recht führen. (Sprüche 3, 5-6)

In der 10. Klasse mussten wir sowohl schriftliche, als auch mündliche Prüfungen ablegen. Meine mündliche Prüfung absolvierte ich damals in Religion. Mein Vorbereitungsthema war die Bergpredigt. Doch bis heute frag ich mich, wieso ich das eigentlich gelernt hatte.

Denn gefühlt kam davon überhaupt nichts dran. Doch eine Frage, die mir der Prüfungslehrer stellte, geht mir bis heute nicht aus dem Kopf: “Wenn du nachts durch die Straßen gehen solltest, verlässt du dich auf Gott oder auf deinen Verstand?“.

Ich antwortete: “Auf Gott!“. Nach dieser Frage verließ ich das Klassenzimmer. Die Prüfungslehrer diskutierten über meine Benotung, während ich draußen wartete. Bevor ich rein-gerufen wurde, hatte ich ein sehr flaues Gefühl in meiner Magengegend. Ich ging wieder rein und stellte mich meiner Benotung.

Das Ergebnis ist sehr gut ausgefallen, doch eins konnte mein Lehrer nicht verstehen: Warum ich mich auf Gott verlassen würde und nicht auf meinen Verstand? Das war quasi mein einziger Minuspunkt und ich musste es erklären. Anschließend riet er mir trotzdem, ich solle nachts nicht rum laufen und wenn es sein müsse, soll ich auf meinen Verstand hören…

Tja, schon damals war mir klar, dass ich irgendwie anders war und anders tickte. Was aber das schönste an der Geschichte war, ich war nicht die einzige, die die Frage nicht aus dem Kopf bekam.

Seit diesem Tag begrüßte mich der Lehrer etwa so: “Wanderst du immer noch im Dunkeln durch die Gegend?“. Er wollte mich sicherlich einfach nur aufziehen, aber scheinbar dachte er auch drüber nach, sonst würde dieses Ereignis ja nicht so einprägsam in seinem Kopf sein.

10 Jahre später feierte mein Bruder seinen Abschluss. Der Lehrer war immer noch da. Er sah mich und begrüßte mich wie immer und das obwohl wir uns die ganzen 10 Jahre nicht sahen. Schon interessant, wie ihn scheinbar diese Frage oder eher meine Antwort gewurmt hat.

Ich weiß nicht, was aus ihm geworden ist und ob ihn das auf irgendeine Art und Weise beeinflusst hat, aber es hat mir gezeigt, dass es manchmal gar nicht so schlimm ist, wenn man anders ist und seine Meinung sagt. Auch wenn er es vielleicht “komisch“ fand, so scheint es ihn dennoch nicht losgelassen zu haben. Vielleicht hat er sich dadurch die ein oder andere Frage gestellt?

Oft habe sich die Menschen von mir abgewendet oder fanden mich komisch, nur weil ich eben eine Entscheidung getroffen habe. Die Entscheidung an Gott zu glauben bereue ich bis heute nicht, dennoch fragt man sich in solchen Momenten: War das eine gute Entscheidung?

Während meine Mitschüler eher andere Sachen auf dem Herzen hatten, war ich eben anders. Natürlich ist es leichter, das zu machen, was alle anderen machen, weil man keinen Widerstand bekommt. Aber es war eben nicht mein Weg.

Ich wollte das Gott ein Teil meines Lebens ist und ich wollte heraus finden, was er mit mir vor hat. Auf welche Reise wird er mich schicken und welches Abenteuer darf ich erleben? Und ich bin so dankbar, dass ich damals so die Frage beantwortet habe, denn was Gott mir mit dieser Plattform geschenkt hat, ist ein großer Segen!

Für Gott zu arbeiten, ist einfach ein tolles Geschenk und ich hoffe, ich darf das noch sehr lange machen! Ich bin sehr gespannt, wie die Reise noch weiter gehen wird und hoffe, dass ich noch viele Dinge erleben darf.

In erster Linie ist es doch wichtig, was Gott über dich denkt und nicht ob die Menschen dich komisch finden! Treffe eine Entscheidung, die Gott gefällt und nicht den Menschen. Du musst kein Mitläufer sein. Sei anders!

In welches Abenteuer willst du dich mit Gott stürzen? Lass mich davon wissen. Ich bin sehr gespannt auf deine Geschichte!

Zum Abschluss möchte ich noch einen coolen Song von “Word“ empfehlen. Er passt recht gut zu diesem Thema!

Einen gesegneten Tag noch,
die Gina – Bloggerin, Autorin und vor allem Christ


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Über Gina

Ich bin die Gina. Ich arbeite Vollzeit für Meeting Jesus. Ich habe dieses Projekt gestartet, um die Botschaft in die Welt zu tragen und freue mich über jeden, der hier liest und vielleicht sogar kommentiert. Ich möchte vielen Menschen von Gott erzählen, denn letztendlich ist es das, was zählt: der Glaube an Gott :)
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Kommentare zu: War es eine gute Entscheidung an Gott zu glauben?

Johannes Kandel sagt:

Toller Beitrag ! Gehe auch mit Jesus. Wenn ich körperlich leide, Frage ich mich: wo ist Jesus? Ich spüre ihn dann nicht mehr.

Thomas Jakob sagt:

In eine solche Prüfungssituation hätte ich nicht kommen können. Nach der Konfirmation habe ich mich vom Religionsunterricht abgemeldet, sobald es ging. Glauben hatte für mich nichts mit Leistung und Noten zu tun, deswegen fand ich Religion als Schulfach immer irgendwie fischig.

Aus dem vermeintlichen Gegensatz Gott oder Vernunft zu einem Gott und Vernunft zu finden, ist mir erst viel später gelungen.

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